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Freunde der Erziehungskunst

Die Webseite der Freunde der Erziehungskunst hat einen neuen Look. Nach langer Vorbereitungszeit konnte die Seite Anfang März 2019 online gehen.

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Waldorf 100

Studierende und Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen, sowie Lehrer*innen haben ab sofort die Möglichkeit, Praxisbeispiele aus der Klassenlehrerzeit an der Waldorfschule online zu streamen. Im neuen deutsch- und englischsprachigen Streaming-Portal stellt die Pädagogische Forschungsstelle kostenlos bisher unveröffentlichtes Filmmaterial für Lehrerbildung und Forschung bereit. 

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atempo

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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Rückblick auf die Notfallpädagogische Jahrestagung 2015

a:2:{s:4:"unit";s:2:"h3";s:5:"value";s:259:"Unter dem Titel „Trauma und Entwicklung – Traumata in den Entwicklungsstufen des Kindes und altersspezifische notfallpädagogische Interventionsansätze“ fand die bisher größte notfallpädagogische Jahrestagung v

Von: Freunde der Erziehungskunst
Die Tagung wurde in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der medizinischen Sektion im Goetheanum durchgeführt.
Über 160 TherapeutInnen, PädagogInnen und Interessierte kamen in den Räumlichkeiten des Parzival Zentrums zusammen, um sich mit den Auswirkungen von Traumatisierungen auf die unterschiedlichen Entwicklungsstadien von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen.  Denn eine altersangemessene pädagogische und therapeutische Unterstützung traumatisierter Kinder ist zentral für die Heilung der seelischen Wunden.
Die medizinisch- wissenschaftlichen Grundlagen wurden dabei in spannenden Vorträgen vermittelt, die über das Wochenende einen Bogen von Geburt bis zum Jugendalter des Menschen spannten.

Traumata im ersten, zweiten und dritten Jahrsiebt:

Eingeleitet wurde die Tagung durch eine Einführung in die Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst und einer Vorstellung der Auslandseinsätze. Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der notfallpädagogischen Arbeit in Gaza. Sehr berührend war der Brief von Reem Abu Jaber, Partnerin der Notfallpädagogik im Gazastreifen, die leider nicht persönlich in Karlsruhe anwesend sein konnte.
Mit seinem Vortrag über Traumata im Säuglings- und Kindesalter eröffnete Kinderarzt Dr. Georg Soldner am Samstag den Zyklus über Traumatas in den verschiedenen  Entwicklungsstufen des Kindes aus anthroposophischer Perspektive. Dabei betonte er die besondere Bedeutung der Trinität von Kind und Eltern auf die gesunde Entwicklung des Kindes, denn es gibt kaum kindliche Traumata, die nicht aus elterlichen Traumastörungen entstehen.  
Die transgenerationelle Weitergabe von Traumatas wurde auch von Dr. Henriette Dekkers in ihrem Vortrag über Traumata im zweiten Jahrsiebt aufgegriffen. Dabei stellte sie vor allem anthroposophische Gesichtspunkte heraus.  Beschlossen wurde der Zyklus von Dr. Christian Schopper, der über Traumata im Jugendalter und die besondere Vulnerabilität in dieser Lebensphase sprach.
Als Gastvortragender berichtete Thomas Weber, Leiter der psychologischen Nachsorge nach den Amokläufen von Winnenden und Emsdetten, über seine Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen nach solch traumatisierenden Ereignissen. Aber auch die Gefühle der Helfer wurden thematisiert, denn das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht überträgt sich oft auf die Helfer.

Notfallpädagogik umsetzen: Workshops vermitteln das Handwerkszeug


In ausgedehnten Workshops hatten die TeilnehmerInnen am Samstag und Sonntag Gelegenheit, das erarbeitete Wissen in die Praxis umzusetzen und verschiedene notfallpädagogische Methoden selbst zu erleben und zu erlernen. Die Bandbreite der Angebote reichte von Bewegungsformen wie Erlebnispädagogik und Eurythmie über therapeutische Methoden wie Formenzeichnen und Plastizieren bis hin zu Kleinkindpädagogik. In zusätzlichen Einheiten wurden die Themen der Vorträge vertieft und offene Fragen erläutert.

Erstmals wurden in diesem Jahr parallel zu den Workshops Einzelgespräche mit MitarbeiterInnen der Notfallpädagogik angeboten, PädagogInnen und TherapeutInnen konnten sich konkret und persönlich über die Möglichkeiten einer Einsatzteilnahme mit den Freunden der Erziehungskunst informieren.
Die Pausen boten bei biologischem Essen eine wunderbare Gelegenheit sich kennenzulernen und in Austausch zu treten. Unter freiem Himmel und bei Sonnenschein wurden Vertrauens- und Balanceübungen oder Stockfechten auch nach Ende der Workshops weiter probiert und getestet.

Wie bei notfallpädagogischen Einsätzen üblich, wurde jeder Tag mit einem Morgenkreis eröffnet und einem Abschlußkreis gemeinsam beendet. Vielen Dank an alle Beteiligten für die aktive Teilnahme und den konstruktiven Austausch. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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